Ozon-Sauerstoff-Therapie

Was ist die Ozon-Sauerstoff-Therapie?

Die Ozon-Hochdosis-Therapie ist ein Verfahren aus der komplementären Medizin, bei dem medizinisches Ozon in Kombination mit Sauerstoff eingesetzt wird. Ziel ist es, körpereigene Regulationsprozesse zu unterstützen und die Sauerstoffverwertung im Organismus zu verbessern.

Ozon (O₃) ist eine energiereiche Form des Sauerstoffs. In der medizinischen Anwendung wird es in exakt definierten Konzentrationen erzeugt und unmittelbar verwendet. Die Therapie erfolgt in der Regel als sogenannte große Eigenblutbehandlung: Dem Körper wird Blut entnommen, mit einem Ozon-Sauerstoff-Gemisch angereichert und anschließend wieder zurückgeführt.

Die Behandlung wird seit vielen Jahren ergänzend in verschiedenen medizinischen Bereichen eingesetzt. Ihre Anwendung erfolgt individuell und abhängig von der jeweiligen gesundheitlichen Situation.

IHHT Bonn

Ablauf der Ozon-Sauerstoff-Therapie?

Bei der von Univ. Doz. Dr. Lahodny entwickelten Ozonsauerstoff Hochdosistherapie kann das mit Ozon vermischte Blut bis zu 10 mal und mehr reinfundiert werden.

Für einen komplikationslosen Ablauf wird Heparin zugesetzt.

Etwa 30 Minuten vor Therapiebeginn und mit Therapiebeginn sollte der Patient 0,75 Liter Wasser oder Tee trinken.

Bei schweren Erkrankungen wird die OHT täglich für ca. einen Monat durchgeführt.

Als Standardtherapie wird die Ozonsauerstoff Hochdosistherapie einmal pro Woche für insgesamt 10 Wochen verabreicht. Eine OHT dauert je nach Venenqualität 1 bis 3 Stunden.

Ozon-Therapie intravenös

Was bewirkt das Ozon im Körper?

Wichtig ist: Die wissenschaftliche Studienlage ist je nach Anwendungsgebiet unterschiedlich. Die Therapie wird daher in der Regel als ergänzende Maßnahme eingesetzt und nicht als Ersatz für etablierte Behandlungen.

Die Effekte der Ozontherapie werden in der medizinischen Literatur vor allem auf folgende Mechanismen zurückgeführt:

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Verbesserung der Sauerstoffabgabe im Gewebe

Ein diskutierter Effekt der Ozontherapie ist eine verbesserte Sauerstoffabgabe der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) an das Gewebe, indem sich die Fließeigenschaften des Blutes sowie die Flexibilität der Erythrozyten verbessern können.

Zudem kann es zu einer Verschiebung der sogenannten Sauerstoffbindungskurve kommen. Das bedeutet vereinfacht: Sauerstoff wird leichter aus dem Blut ins Gewebe abgegeben.

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Modulation des Immunsystems

Ozon wird nicht als klassisches Medikament verstanden, sondern als Reiz, der körpereigene Reaktionen anstoßen kann.

Studien weisen darauf hin, dass bestimmte Botenstoffe (Zytokine) beeinflusst werden können, welche eine wichtige Rolle bei Entzündungsprozessen und der Immunabwehr spielen.

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Unterstützung antioxidativer Prozesse

Obwohl Ozon selbst ein starkes Oxidationsmittel ist, kann es im Körper eine adaptive Antwort auslösen. Das Konzept dahinter wird häufig als „kontrollierter oxidativer Reiz“ beschrieben, der eine körpereigene Anpassungsreaktion anstößt.

Hierzu gehören unter anderem Enzymsysteme wie Superoxiddismutase, Katalase oder Glutathion-abhängige Mechanismen. Diese spielen eine wichtige Rolle beim Schutz der Zellen vor schädlichen Einflüssen.

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Anregung der Durchblutung

Ein weiterer diskutierter Effekt ist die Verbesserung der Mikrozirkulation, also der Durchblutung in den kleinsten Gefäßen.

Mögliche Mechanismen umfassen:

  • Erweiterung kleiner Blutgefäße
  • Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes
  • Einfluss auf gefäßregulierende Botenstoffe

Eine bessere Durchblutung trägt dazu bei, dass Gewebe effizienter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird.

Die Ozon-Sauerstoff-Therapie im biologischen Gesamtkonzept

Die Ozon-Sauerstoff-Therapie wird in der integrativen Medizin als ergänzendes Verfahren eingesetzt. Ziel ist es, zentrale Regulationsprozesse im Körper zu unterstützen – insbesondere im Bereich von Sauerstoffversorgung, Immunsystem und Zellstoffwechsel.

Die Anwendung erfolgt stets individuell und im Kontext eines ganzheitlichen Behandlungskonzepts.

Bei komplexen und chronischen Erkrankungen kann die Ozontherapie unterstützend eingesetzt werden, um die körperliche Belastbarkeit zu verbessern und Regulationsprozesse zu stabilisieren.

In der integrativen Onkologie wird sie beispielsweise ergänzend zur konventionellen Therapie angewendet.

Ozontherapie Bonn
Ozontherapie Bonn

Häufig gestellte Fragen

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Die Therapie wird in der Regel gut vertragen. Da sie über eine Infusion erfolgt, kann es – ähnlich wie bei einer Blutabnahme – zu einem kurzen Einstichgefühl kommen.

Gibt es Nebenwirkungen?

Die Ozontherapie gilt bei sachgemäßer Durchführung als gut verträglich.

Mögliche, meist leichte Nebenwirkungen sind:

  • Reaktionen an der Einstichstelle
  • kurzfristige Müdigkeit oder Kreislaufreaktionen

Schwerwiegende Nebenwirkungen sind selten und hängen vor allem mit unsachgemäßer Anwendung zusammen.

Wann sollte die Therapie nicht durchgeführt werden?

Wie bei jeder medizinischen Behandlung gibt es auch hier Einschränkungen. Dazu können gehören:

  • bestimmte Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Gerinnungsstörungen
  • akute schwere Erkrankungen

Ob die Therapie geeignet ist, wird immer individuell im ärztlichen Gespräch geklärt.

Wie viele Behandlungen sind notwendig?

Die Anzahl der Sitzungen richtet sich nach dem individuellen Beschwerdebild.

Typisch sind:

  • mehrere Anwendungen in einem Behandlungszyklus
  • ggf. Auffrischungsbehandlungen in größeren Abständen

Die genaue Planung erfolgt individuell.